Was sind frühkindliche Reflexe?

Diese Reflexe sind frühkindliche Reaktions- und Verhaltensweisen. Die reguläre aktive Zeit dieser Reflexe beginnt bereits in den ersten Schwangerschaftswochen und sollten bis zum 3. Lebensjahr durch reife Bewegungsmuster und den damit einhergehenden Nervenimpulsen abgelöst werden. 

 

Für wen ist die Integration frühkindlicher Reflexe geeignet?

Die Integration frühkindlicher Reflexe ist für Erwachsene und Kinder gleichermaßen geeignet. Bei Kindern ist das Erreichen des 07. Lebensjahres jedoch Voraussetzung. Es sind i. d. R. auch mehrere Anwendungen erforderlich. 

 

Wie wirken sich aktive frühkindliche Reflexe aus?

Sind die Reflexe über den Zeitraum ihrer eigentlichen Aktivitätsphase hinaus aktiv, behindern sie die Entwicklung adäquater und altersgerechter Verhaltens- und Bewegungsmuster ein Leben lang auf emotionaler wie auch auf körperlicher Ebene. Durch nicht ausreichend entwickelte Impulse wird unser Nervensystem und damit aber auch unsere Muskulatur "falsch" gesteuert.

So äußert sich beispielsweise der Moro-Reflex in Form von Reiseübelkeit, unerklärbaren Ängsten, Geräusch- und Lichtempfindlichkeit, vor allem aber auch in nervöser Unruhe und Schreckhaftigkeit. Kinder zeigen bei einem aktiven Mororeflex auffällige Verhaltensweisen gerade im Umgang mit anderen Kindern. 

 

Aktive Rückenreflexe beeinträchtigen nicht nur unsere Nacken- und Rückenmuskulatur sowie unsere Gelenke, sondern haben auch Einfluss auf unsere Emotionen und damit auf unser Verhalten.

Diese Reflexe können in ihrer Entwicklung durch Stress in der Schwangerschaft oder durch eine traumatische Geburt behindert werden. Selbst wenn die Entwicklung erfolgreich verlaufen ist, können diese Reflexe durch einen Unfall, Sturz, emotionalen bzw. körperlichen Stress oder sonstige negative Ereignisse wieder aktiviert werden. Gerade auch Bewegungsmangel im Säuglingsalter führt zu nicht integrierten Reflexen.

 

 

Wo wird die Integration frühkindlicher Reflexe angewendet?

Die Integration frühkindlicher Reflexe wird angewendet u. a. bei

  • emotionalen Problemen
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • nervöser Unruhe
  • Ängsten aller Art
  • Burnout
  • Erschöpfungszustände
  • Depressionen
  • Bettnässen
  • Blasenschwäche
  • ADHS/ADS
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lernproblemen
  • Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten
  • Schulproblemen generell
  • Gleichgewichtsstörungen wie z. B. Schwindel
  • Tinnitus
  • Muskelverspannungen im Nacken und gesamten Rückenbereich
  • Beschwerden in Gelenken
  • Reizdarm-Syndrom

.... um nur einige zu nennen. Die Einflussnahme dieser Reflexe auf den Menschen, seine Psyche und seinen Körper sind sehr weitreichend und auch individuell, so dass hier nicht alles erwähnt werden kann.

 

 

... für ein gesundes Nervensystem, einen starken Rücken und Freude am Lernen!